Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Exekutive Funktionen bei opiatabhängigen Patienten – eine Feldstudie
Autoren
  1. Peggy Schmidt Privatklinik Meiringen Vortragender
  2. Annina Haberthür
  3. Michael Soyka
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • Diagnostik
Abstract Hintergrund:
Hinsichtlich Alltagsfähigkeit sind exekutive Funktionen von grundlegender Bedeutung. Alltagsfähigkeit spielt im Rahmen der Rehabilitation von psychisch Erkrankten ins Erwerbsleben eine wesentliche Rolle. Bei Opiatabhängigen wurden in mehreren Studien Defizite im Bereich exekutive Funktionen gefunden.

Methodik:
Stichprobe: 49 mindestens 1-jährig abstinente, ehemals opiatabhängige Patienten ohne Beikonsum, 59 stabil substituierte Patienten, 45 alters-/geschlechtsparallelisierten Kontrollpersonen. Ein strukturiertes Interview lieferte anamnestische Angaben. Exekutive Funktionen wurden mittels Pfadfindertest, TMT B (basale kognitive Flexibilität), Planungstest (Problemlösen und Handlungsplanung), Regensburger Wortflüssigkeitstest, RWT (Generierungsfähigkeit), Buchstaben-Zahlen-Folgen Test (Arbeitsgedächtnis) operationalisiert.

Schlussfolgerung:
Leichte Überlegenheit der Kontrollgruppe gefolgt von der Gruppe abstinenter, ehemals opiatabhängiger Patienten ohne Beikonsum. Ergebnisse decken sich zum Teil mit der vorliegenden Studienlage, wobei die methodische Kritik nicht unerheblich ist. Zur Optimierung der Aussage sind prospektive Längsschnittuntersuchungen erforderlich. Erkenntnisse dieser Art liefern zuverlässige Aussagen hinsichtlich klinisch relevanter Anschlussfragen (Therapieplanung, Alltagsbewältigung/ Rehabilitation/ Arbeitsfähigkeit).
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