Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Entwicklung neuer Behandlungsansätze für Angststörungen durch translationale Forschungsstrategien und den Einsatz neuer Technologien
Autoren
  1. Dorothée Bentz Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel Vortragender
  2. Carlo Huber
  3. Nathalie Schicktanz
  4. Frieder Dechent
  5. Jeanne Howald
  6. Anja Zimmer
  7. Maya Schenker
  8. Johannes Gräff
  9. Undine Lang UPK Basel
  10. Dominique de Quervain
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • Therapie
Abstract Exposition stellt das Standardverfahren zur Behandlung von spezifischen Phobien dar. Trotz hoher Wirksamkeit kommt es häufig zu einer Rückkehr von Furcht nach erfolgreicher Therapie. Studien im Tiermodell legen nahe, dass eine Reaktivierung des Furchtgedächtnisses vor Expositionsbeginn die Stabilität der Furchtreduktion steigern könnte, jedoch nur wenn vorher durch die Gabe von HDAC-Inhibitoren die Neuroplastizität des Furchtgedächtnisses wiederhergestellt wurde (Gräff et al., 2014). Wir untersuchen, ob die Kombination eines HDAC-Inhibitors mit Reaktivierung vor Expositionsbeginn zu weniger Rückkehr von Furcht bei Patienten mit spezifischer Phobie führt. 50 Patienten mit spezifischer Phobie (Tier-Typus: Spinnen) erhalten in einem randomisierten, doppelblinden Design entweder Placebo oder den HDAC-Inhibitor Valproinsäure (500mg) in Kombination mit Reaktivierung des Furchtgedächtnisses vor einer Expositionstherapie in virtueller Realität. Phobische Furcht wird mittels verhaltensbezogenen, subjektiven und psychophysiologischen Massen vor und 3 Monate nach der Behandlung erfasst. Ein positiver Einfluss der Kombination von Valproinsäure mit Reaktivierung vor einer Expositionstherapie bei spezifischen Phobien auf die Stabilität der Furchtreduktion hätte nicht nur Potential für die Behandlung von spezifischen Phobien, sondern möglicherweise auch für die Behandlung weiterer Angststörungen oder Störungsbilder, die ebenfalls mit Expositionsverfahren behandelt werden.